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Tape.tv: Kostenloses Musikfernsehen im Internet

Geschrieben in Sonstiges am 06/17/2011 11:30 am von admin

[Trigami-Review]

Anschauen von Musikvideos bei YouTube ist bei vielen ja schon längst Standard geworden. Blöd nur, dass dort die meisten Videos nach einigen Tagen wegen Urheberrechtsverletzungen entfernt werden oder dass es viele Lieder gibt, die einen falschen Titel tragen. Wir möchten Euch heute eine Alternative bzw. Ergänzung dazu vorstellen und hoffen, Euch das Anschhauen von Musikvideos damit zu vereinfachen.

Tape.tv ist ein kostenloses Musikfernsehen im Internet, bei dem man sein eigenes Programm zusammenstellen oder auch einfach nur nach Liedern suchen kann. Dadurch dass tape.tv mit den großen Musiklabels zusammenarbeitet, ist es möglich, die Videos zu sehen, ohne befürchten zu müssen, dass sie zwei Tage später schon wieder gelöscht wurden. Wir haben das Angebot getestet und zeigen Euch jetzt, was uns gut gefällt und was eher nicht.

Die meisten Funktionen lassen sich ohne Anmeldung nutzen: Man kann Lieder suchen, die entsprechenden Videos anschauen, Vollbild an/ausschalten, passende Videos zur jeweiligen Stimmung sehen, das Hauptprogramm von tape.tv anschauen, Live-Auftritte sehen und vieles mehr. Vor allen 1-2 Videos wird ein kurzer Werbespot gezeigt, den man nicht überspringen oder wegklicken kann. Während der Werbung sieht man auch keine Buttons zum Steuern des Musikfernsehens. Anders als im realen Fernsehen kann man hier also nicht einfach umschalten, wenn Werbung kommt. Das ist aber auch verständlich: Denn tape.tv ist kostenlos und finanziert sich über die Werbeeinnahmen! Außerdem wird man bei tape.tv nicht wie bei diversen anderen Sendern mit irgendwelchen Abos genervt.

Bei manchen Videos sieht man während des Abspielens außerhalb des Videobereichs zusätzliche Werbung, die ich aber nicht für störend halte. Im Vollbildmodus ist dies nicht der Fall.

tape.tv läuft vollständig im Browser und erfordert keine Installation von Drittanbietersoftware. Die einzige Anforderung ist das Vorhandensein von Flash. Im Screenshot oben seht ihr die Steuerungsmöglichkeiten von tape.tv. Die Symbole werden erklärt, wenn man mit der Maus darüber fährt. Es ist also alles ziemlich selbsterklärend. Nach ein paar Minuten habe ich mich auf der Seite zurechtgefunden und mal geschaut, was es so an Trance gibt.

Leider waren meine Suchen nicht sehr erfolgreich. Von Armin van Buuren gibt es 4 Videos, von Markus Schulz 1 Video, Ferry Corsten bringt es auf 3 und Paul van Dyk auf 5 oder 6 Treffer. Zum Vergleich: Die Suche nach Tokio Hotel liefert über 15 Videos. Fans von Remixes müssen weiterhin auf das Angebot von YouTube zurückgreifen, da es bei tape.tv wirklich nur die Lieder gibt, zu denen es auch Videos gibt. Da es wahrscheinlich zu keinem Remix ein Video gibt, findet man auch nichts auf tape.tv. Schade, aber nachvollziehbar!

Ist das Video, das man gesucht und angeschaut hat, beendet, fährt tape.tv automatisch mit einem anderen Video fort, das dem selben Genre angehört. Nach Markus Schulz – Rain bekam ich Eric Prydz – Niton (the reason) zu sehen, was meiner Meinung nach relativ gut passt. Nach Drowning von Armin wurde mir jedoch “plemo und rampue – kommunizieren” vorgesetzt, ein absolut schlechtes Lied, das überhaupt nicht in den Bereich Trance passt. Ich weiß nicht, wer die Lieder zuordnet oder ob das vielleicht von einem Algorithmus gemacht wird, aber hier ist definitiv etwas schief gelaufen 😉

Glücklicherweise kann man dem Fernsehsender sagen, was einem gefällt und was nicht. Der individuelle Geschmack wird dann bei den folgenden Videos berücksichtigt. Mit der Zeit sollte man dann nichts mehr zu sehen bekommen, was man nicht will.

Wenn man sich anmeldet, kann man sich ein eigenes Mixtape zusammenstellen. Hier gibt es allerdings eine Beschränkung auf maximal 10 Videos. Ich habe probehalber mal ein paar Tracks unter dem Namen Trancefans.de abgespeichert, viel Spaß beim Anschauen!

Eigentlich wollte ich noch In and Out of Love von Armin van Buuren hinzufügen, aber das Video kann nicht abgespielt werden. Der Bildschirm bleibt dann einfach nur schwarz und nach ein paar Sekunden kommt Werbung, gefolgt von einem anderen Video. Ihr seht also, dass tape.tv noch ein paar Macken hat, die aber bestimmt im Laufe der Zeit behoben werden. Ich werde tape.tv in Zukunft hin und wieder nutzen, wenn ich ein Musikvideo sehen möchte. Da ich aber meistens Remixe suche, bin ich nach wie vor auf YouTube angewiesen.

Cool wäre es, wenn es Mitschnitte von Events wie Nature One, Mayday, usw. geben würde. Hier wurde ich jedoch nicht fündig, weshalb ich davon ausgehe, dass es das (noch) nicht bei tape.tv gibt.

Ich finde, tape.tv ist eine interessante und innovative Seite, die auf jeden Fall Potential hat. Wenn das Angebot für uns Raver noch ein wenig größer wird, könnte das eine ziemlich geniale Sache werden. Wir werden sehen!

Im Shop von tape.tv könnt ihr coole T-Shirts, Klebeband und USB-Sticks kaufen. Wem das Musikfernsehen gefällt, kann auch Fan bei Facebook werden oder dem Unternehmen bei Twitter folgen.

Hier geht’s zu tape.tv!



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