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Patricks Erfahrungen auf der Sea Of Love 2011

Geschrieben in Sea of Love am 07/26/2011 07:25 pm von admin

(Gastbeitrag von Patrick)

Das Electrofestival Sea of Love 2011 in Freiburg hatte dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Daher auch in meinen Augen das Top LineUp. Doch nach 10 Jahren weiterhin so ein schlechtes Festival im Sinne von Organisation zu haben, ist recht traurig und tragisch.

Zu Beginn habe ich mich sehr auf das Festival gefreut. 70€ die Karte für insgesamt 3 Tage finde ich okay, dafür, dass man bei Paul Kalkbrenner auf seiner “Icke wieder“-Tour 40€ Eintritt zahlen muss. Aber dann kommt trotzdem schon das erste Problem: Im Festivalticket ist nicht das Camping dabei, sondern man muss sich zusätzlich ein Campingticket im Wert von 35€ kaufen.

Freitag

Dann war endlich Freitag und ich freute mich auf ein elektronisches Wochenende. Aber kaum von der Autobahn runter, fragt man sich, wo genau findet eigentlich das Festival statt und wo ist der Campingplatz und wo sind die Parkplätze? Auf gut Glück mal losgefahren, kamen wir in einen großen Stau, wo die anderen Autos 2 Stunden für 50m gebraucht haben. Deshalb dachten wir uns, dass wir die Autos erstmal auf einem Parkplatz abstellen, ein Bier trinken und dann das Festival-Bändchen abholen, ehe wir auf den Campingplatz bzw. in die Messehalle gehen. Bier getrunken und ab zur Ausgabe: Nach ein bisschen Durchfragen haben wir es auch endlich gefunden, aber die Tore der Messe Freiburg waren zu und man musste warten, bis Sie weitere zur Bändchenausgabe reinlassen, doch nach 1h waren war die Hälfte der Wartenden weg und uns war es auch zu doof, weiterhin anzustehen. Ab da hat man gemerkt, dass eigentlich nichts so wirklich klappt und dass es nicht alleine daran liegen kann, dass wir erst um halb 11 nachts in Freiburg ankamen.

In der Nacht vom Freitag auf Samstag haben wir dann nicht auf dem Campinggelände geschlafen, sondern auf dem sehr netten Parkplatz von “Möbel Braun”. (dafür nochmals vielen Dank).

Samstag

Das Wetter war sehr sonnig und ziemlich heiß und eigentlich konnte es ja nach der letzten Nacht nur noch besser werden. Besonders als man auch noch gehört hat, dass es ziemlich starke Ausschreitungen vor der Messe Freiburg gab, glücklicherweise aber keine Verletzte. Weiterhin zeigte sich die Organisation des Festivals nicht von seiner besten Seite, denn die Absprache zwischen Veranstalter und Sicherheit war dementsprechend sehr schlecht. Aber nichtsdestotrotz freuten wir uns auf das Festival und nach geschätzten 3 bis 5 km Fußmarsch hat man endlich den Tunisee erreicht und auf Anhieb hat man noch mehr Lust auf die Musik bekommen. Mein persönliches Highlight ist die kleine, aber sehr süße Seebühne, denn man kann direkt vor der Bühne ins Wasser und dort tanzen.

Die Leute waren super drauf (auch trotz des Wetters am Sonntag, siehe Bild) und die Musik hat einfach Spaß gemacht, besonders “Citizen Kain”. Gegen Abend kamen dann die ersten, in meinen Augen, bekannten Acts. Zu Beginn “Monika Kruse”, die einen ziemlich geilen Minimal-Sound spielte und die Party richtig zum Kochen brachte. Nach einer Stunde Monika Kruse und klatschnassem T-Shirt ging ich zu Paul Kalkbrenner und naja, ich dachte, der macht mehr Party als nur seinen typischen “ChillerElectro”, daher wieder zurück zu Monika Kruse, die einen fliegenden Wechsel mit “DJ Rush” machte. Bei DJ Rush ist der Name wirklich Programm, weil sein Minimal-Sound ziemlich gefetzt hat und daher auch in meinen Ohren der beste Act am Samstag auf dem Festivalgelände war.

Samstagnacht

Samstagnacht in der Messe, endlich mal ein geordneter Einlass, weil man vorher eine Einlassgarantie für 3,50€ kaufen konnte (oder fast schon musste) (ziemliche Abzocke, aber lieber so wie solch ein Chaos vom Vortag). Aber man muss wirklich sagen, die zwei Hallen sind riesig und ziemlich cool. Das LineUp war ebenfalls überragend mit “Moonbootia”, “Fritz Kalkbrenner”, “Underworld” und “Marco Petralia”. Eine bessere Party konnte man kaum haben und daher ein perfekter Samstagabend bzw. eine perfekte Samstagnacht.

Sonntag

Sonntags hat es dann den ganzen Morgen und Mittag geregnet und von den Temperaturen war es ziemlich kalt und logischerweise das Festivalgelände ziemlich matschig.

Aber wenn man Gummistiefel an hatte, hat es ziemlich Spaß gemacht, im Schlamm zu tanzen. Daher auch zu den Acts: als Erstes war da noch mal „Marco Petralia“ auf der genialen Seebühne und hat ein atemberaubendes Set hingelegt. Danach sind wir zu “DJ Karotte”, der echt gut ist, aber in meinen Augen nicht den besten Tag erwischt hat, was aber auch an der Technik lag. Daher ab zu “Tiesto” auf die Mainstage und ich muss sagen, dass ich kein einziges Lied im Vorfeld von ihm kannte, aber seinen „Housetrance“ oder wie auch immer sein Stil bezeichnet wird, fand ich überragend geil und daher auch in meinen Augen der beste Act des Festivals. Die Menschen haben ebenfalls sehr gut mitgemacht und es war eine sehr ausgeschweifte Party.
Nach “Tiesto” kam dann Headliner “David Guetta”, der aber erst mit einer 20minütigen Verspätung angefangen hat. Der Sound war sehr laut und die Bühnenshow ziemlich gut, besonders die zwei Roboter. Doch das Problem am David Guetta ist, dass er zu oft die Lieder wechselt, man bekommt nie eine längere Phase, wo man durchtanzen kann, sondern viel mehr ein ausführliches Spielen seiner Chartshits, was leider sehr schade ist, denn den Grundbeat finde ich sehr gut.
Am Schluss gab es dann noch ein fettes Feuerwerk, was ziemlich groß war und da haben die Veranstalter wirklich noch ein sehr gutes Bonbon am Schluss gehabt.

Fazit

Das LineUp war sehr gut, aber die Organisation, insbesondere die Panik am Freitag spricht leider gegen das Festival. Ob ich nächstes Jahr nochmal gehe, hängt vom LineUp ab, aber campen werd ich dann auf jeden Fall wieder auf dem “Möbel Braun”-Parkplatz und nicht auf dem “KommerzCampinplatz”.

Weitere Erfahrungsberichte

Auf Trancefans.de gibt es zwei weitere Erfahrungsberichte zu Sea Of Love 2011: Von Simon und von Maximilian!



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Ein Kommentar zu “Patricks Erfahrungen auf der Sea Of Love 2011”

  1. […] ihr einen weiteren Erfahrungsbericht lesen wollt, schaut Euch den Artikel von Maximilian / Patrick an! Gelesen: 436 · heute: 4 Tags: eindrücke, freiburg, organisation, sea of love, […]

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